Im Zuge einer Begehung des Pfenningbergs und des Reichentales (Gemeindegebiet von Steyregg) gemeinsam mit den Landesgeologen Ing. Erich Reiter und DI B. Berning entstand im Heimatverein Steyregg die feste Idee, einen Steingarten für unsere Stadt zu errichten.

Entlang der alten Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert im Süden des Städtchens sollen typische kristalline Gesteine

(Granite und Gneise der Böhmischen Masse) aus der nahen Umgebung aufgestellt werden. In den nahegelegenen Schottergruben der Fa. Treul finden sich im sogenannten „Überkorn“ immer wieder größere, tonnenschwere Blöcke, meist durch den Transport und den Abrieb im Donauwasser zugerundet, glattgeschliffen und vorpoliert“. Dadurch kann die Struktur und die Farbe des Gesteins hervorragend zur Geltung kommen.

Es wurden insgesamt 12 geeignete Gesteinsblöcke ausgewählt. Aus didaktischen Gründen wurden nur leicht unterscheidbare und charakteristisch kristalline Proben ausgewählt:

 

- Weinsberger Granit

- Migmagranit

- Diorit

- Schlierengranit

- Altenberger Granit

- Migmagranit mit Pegmatitgang

- Dorit mit gangförmigem Aplit

- Migmatit mit Altgesteineinschlüssen (sogen. Xenolithen)

- Gneis mit aplitischer Bänderung.

 

Ein besonders großer und durch die Erosion spektakulär geformter Granitstein – mit dem Namen „Donaukunst – DonauART“ versehen-, der sich bisher im kleinen Park vor dem Stadtsaal befindet, soll zentriert zwischen den Gesteinsblöcken positioniert werden. Die Installation einer Wasserführung gibt die Möglichkeit, ihn aufgrund seiner natürlich gewachsenen, interessanten Form und Beschaffenheit, als Brunnen zu gestalten.

 

Ing. Erich Reiter wurde im Besonderen als geologischer Berater zu diesem Projekt herangezogen und er ist von der Sinnhaftigkeit und der Nachhaltigkeit dieses wichtigen heimatkundlichen Bausteins gänzlich überzeugt. Der Heimatverein und die Stadtgemeinde Steyregg möchten sich mit größtem Engagement bei diesem über die Gemeindegrenzen hinaus interessanten Projekt „Steingarten“ entsprechend einbringen, sodass es zu einem Anziehungspunkt für die gesamte Umgebung werden wird.

Den Besuchern wird durch einen jederzeit begehbaren Weg – der symbolisch den Donaustrom veranschaulicht- der Einstieg in die Geologie des Mühlviertels schmackhaft gemacht werden.

Anhand von Informationsständern bei den jeweiligen Objekten werden die Ausstellungsobjekte und mit einer Informationstafel auch die geologischen Naturdenkmale unserer nahen Umgebung (Pleschinger Austernbank, der „Rinnende Stein“ am Pfenningberg, die Wollsack-Wand im Pulgarner Wald, etc.) dargestellt und präsentiert.

Die Donaukunst ist ein Granitgestein, der von der Donau in die derzeitige Form gebracht wurde. Sie ist vor dem Stadtsaal aufgestellt und soll im Steinegarten in Form eines Brunnens aufgestellt werden.